Was ist Cashback?
Cashback bedeutet übersetzt Geld zurück. Konkret ist es ein Teil der Werbeprovision, den ein Vermittler an dich weitergibt. Der Ablauf dahinter ist seit Jahren derselbe. Ein Onlineshop zahlt für jeden vermittelten Kauf eine Provision an denjenigen, der den Kunden gebracht hat. Gehst du über ein Cashback-Portal in den Shop, gilt das Portal als dieser Vermittler. Es behält einen Teil der Provision und schreibt dir den Rest gut. Für den Shop ändert sich nichts, für dich sinkt der effektive Preis.
Die Höhe schwankt deshalb stark. Ein Händler mit dünner Marge kann nur wenig Provision zahlen, ein Anbieter digitaler Abonnements sehr viel. Bei Elektronik liegen die Sätze oft unter zwei Prozent, während einzelne Softwareanbieter ein Vielfaches davon zahlen. Zwei Portale vergüten denselben Shop unterschiedlich, weil sie verschiedene Verträge haben und verschiedene Anteile weitergeben.
Wie wird eine Bestellung zugeordnet?
Entscheidend ist der Klick, mit dem du das Portal verlässt. Dabei wird eine Kennung gesetzt, an der der Shop später erkennt, wer dich geschickt hat. Ohne diesen Klick gibt es keine Zuordnung und damit kein Cashback. Aus demselben Grund zerstören ein Gutscheincode von einer fremden Rabattseite, ein Werbeblocker oder ein Gerätewechsel mitten im Kauf die Gutschrift.
Nach dem Kauf erscheint die Bestellung meist innerhalb von 7 Tagen als offene Buchung im Portalkonto. Der Shop bestätigt sie erst, wenn die Rückgabefrist abgelaufen ist und feststeht, was du behalten hast. Das dauert meist 30 bis 60 Tage, bei Reisen bis zu 3 Monate nach der Reise und bei Verträgen bis zu sechs Monate. Nach der Freigabe ist das Guthaben auszahlbar, die Überweisung kommt binnen 3 bis 5 Werktagen. Die meisten Portale zahlen erst ab einer Mindestsumme aus. Warum das so lange dauert, erklärt der Ratgeber zu den Wartezeiten beim Cashback.
Was ist Cashback nicht?
Cashback ist kein Rabatt des Händlers. Der Preis im Shop bleibt unverändert, und du zahlst zunächst den vollen Betrag. Die Erstattung kommt später und von einer anderen Stelle. Cashback ist außerdem kein Grund, etwas zu kaufen, das du sonst nicht gekauft hättest. Fünf Prozent auf einen unnötigen Einkauf sind fünfundneunzig Prozent Verlust. Der Vorteil entsteht ausschließlich bei Käufen, die ohnehin anstehen.
Und Cashback ersetzt keinen Preisvergleich. Ein Shop mit sieben Prozent kann teurer sein als einer mit zwei Prozent, wenn der Grundpreis höher liegt. Sinnvoll ist die Reihenfolge Preis zuerst, Cashback danach. Bei preisgebundener Ware wie neuen Büchern entfällt dieser Schritt, weil der Preis überall gleich ist. Dort entscheidet allein der Rückfluss darüber, was du am Ende zahlst.
Den ganzen Ablauf vom Klick bis zur Auszahlung zeigt der Ratgeber Wie funktioniert Cashback.